Ratgeber · Termine im Jahr
Wann ist Muttertag? Datum, Ursprung und Ideen
Der Muttertag fällt in Deutschland auf den zweiten Sonntag im Mai und hat damit jedes Jahr ein anderes Datum. Dieser Ratgeber nennt die Tage der nächsten Jahre, erklärt, woher der Feiertag kommt, und gibt Ideen, wie Sie ihn schön gestalten.
Das Wichtigste in Kürze
Muttertag – die nächsten Termine
- ✓In Deutschland ist Muttertag immer am zweiten Sonntag im Mai
- ✓2026 fällt der Muttertag auf den 10. Mai
- ✓2027 fällt er auf den 9. Mai
- ✓2028 fällt er auf den 14. Mai
- ✓Der Termin ist beweglich und wandert deshalb jedes Jahr
- ✓In vielen anderen Ländern gilt ein anderes Datum
Der Termin
Wann der Tag gefeiert wird
Die Frage Wann ist Muttertag stellt sich jedes Jahr aufs Neue. Anders als ein festes Datum wie Weihnachten wandert der Muttertag von Jahr zu Jahr. Die Regel ist einfach und bleibt immer gleich. Gefeiert wird am zweiten Sonntag im Mai, unabhängig davon, auf welches Datum dieser Sonntag fällt.
Das erklärt, warum der Tag mal früher und mal später im Monat liegt. Beginnt der Mai an einem Wochenende, rückt der zweite Sonntag weiter nach vorn, startet er unter der Woche, entsprechend nach hinten. Deshalb schwankt das Datum von Jahr zu Jahr um bis zu einer Woche.
Daraus ergeben sich die kommenden Termine. 2026 ist es der 10. Mai, 2027 der 9. Mai und 2028 der 14. Mai. Wer den Tag nicht verpassen möchte, trägt sich den zweiten Maisonntag am besten dauerhaft in den Kalender ein.
Fällt der Muttertag einmal mit dem Pfingstsonntag zusammen, wird er in Deutschland ausnahmsweise auf den ersten Maisonntag vorgezogen. Das kommt selten vor, sorgt aber gelegentlich für Verwirrung.
Ein kleiner Merksatz hilft, das Datum ohne Kalender zu finden. Man zählt den ersten Sonntag im Mai und nimmt den darauffolgenden. Wer den ersten Maisonntag kennt, weiß damit sofort, wann der Muttertag ist. Die Frage, wann ist Muttertag im jeweiligen Jahr, lässt sich so in Sekunden beantworten.
Der frühe Termin im Jahr hat übrigens einen praktischen Vorteil. Der Mai steht für Frühling, milde Temperaturen und die erste Blütezeit, was dem Tag seine leichte, freundliche Stimmung gibt. Ein Ausflug ins Grüne oder ein Kaffee auf der Terrasse ist zu dieser Jahreszeit fast immer möglich.
Wichtig zu wissen ist außerdem, dass der Muttertag kein gesetzlicher Feiertag ist. Er fällt aber immer auf einen Sonntag, sodass die meisten Menschen ohnehin frei haben und Zeit für die Familie bleibt.
Ursprung
Woher der Tag kommt
Der Muttertag in seiner heutigen Form hat seinen Ursprung in den USA zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Die Amerikanerin Anna Jarvis setzte sich für einen eigenen Ehrentag der Mütter ein, und 1908 wurde er erstmals offiziell begangen.
Wenige Jahre später, 1914, machte Präsident Woodrow Wilson den Muttertag in den USA zu einem nationalen Feiertag. Von dort verbreitete sich die Idee rasch nach Europa.
In Deutschland wurde der Muttertag erstmals 1923 gefeiert, angestoßen vom Verband der Blumenhändler. Diese Herkunft erklärt bis heute, warum Blumen das wohl typischste Geschenk an diesem Tag geblieben sind.
Interessant ist, dass Anna Jarvis später selbst zur Kritikerin des Muttertags wurde. Ihr missfiel, wie schnell aus dem persönlichen Dank ein Geschäft mit Karten, Blumen und Süßigkeiten geworden war. Sie kämpfte sogar dafür, den Tag wieder abzuschaffen, konnte seinen Siegeszug aber nicht mehr aufhalten.
Diese Spannung zwischen ehrlicher Geste und Kommerz begleitet den Muttertag bis heute. Wer sie umgehen möchte, setzt weniger auf ein gekauftes Geschenk und mehr auf Zeit und Aufmerksamkeit, die ohnehin am längsten nachwirken.
Bräuche
Bedeutung und Traditionen
Im Kern geht es am Muttertag darum, Danke zu sagen. Für viele Familien ist er ein fester Anlass, einmal im Jahr innezuhalten und die eigene Mutter oder Großmutter in den Mittelpunkt zu stellen.
Die Bräuche sind über die Jahre erstaunlich stabil geblieben. Ein Frühstück ans Bett, ein selbst gebasteltes Geschenk der Kinder, ein Strauß Blumen oder einfach gemeinsame Zeit gehören für die meisten dazu. Gerade bei Kindern zählt weniger der Wert des Geschenks als die Geste dahinter.
In den letzten Jahren hat sich der Blick auf den Tag geweitet. Gefeiert werden heute selbstverständlich auch Stiefmütter, Großmütter, Pflegemütter und alle, die für ein Kind da sind. Der Muttertag ist damit weniger an eine feste Familienform gebunden als früher und offener für die vielen Wege, auf denen Menschen füreinander sorgen.
Für Menschen, deren Mutter verstorben ist, kann der Tag auch ein stiller sein. Ein Besuch am Grab, eine Kerze oder einfach ein Moment der Erinnerung gehören für viele genauso dazu wie das Feiern.
So unterschiedlich die Bräuche im Einzelnen sind, der Kern ist überall gleich. Es geht darum, einem Menschen zu zeigen, dass seine Fürsorge gesehen wird. Ob das mit einem Strauß, einem Anruf oder einem gemeinsamen Essen geschieht, ist zweitrangig, solange die Aufmerksamkeit ehrlich ist.
Ideen
Schöne Ideen für den Tag
Es muss nicht teuer sein. Am meisten zählt, dass das Geschenk zur Person passt und ehrlich gemeint ist. Oft sind es die kleinen, persönlichen Aufmerksamkeiten, die am längsten in Erinnerung bleiben.
Über Deutschland hinaus
Der Ehrentag international
Den Muttertag gibt es in vielen Ländern, aber längst nicht überall am gleichen Tag. Während Deutschland, die USA und viele weitere Länder den zweiten Maisonntag feiern, begehen ihn andere im März oder zu ganz anderen Terminen.
Wer Angehörige im Ausland hat, sollte den dortigen Termin also gesondert nachsehen. Und wenn Sie schon beim Planen der Familienfeste sind, finden Sie in unserem Journal auch einen Ratgeber dazu, wann der nächste Vatertag ansteht, sowie passende Glückwünsche für jeden Anlass.
In den USA und Kanada fällt der Muttertag auf denselben zweiten Maisonntag wie bei uns. Im Vereinigten Königreich dagegen wird er schon im März gefeiert, gebunden an den vierten Fastensonntag. In Teilen Osteuropas und Skandinaviens gelten wieder eigene Termine. Ein weltweit einheitliches Datum gibt es also nicht.
Wer den Tag mit Angehörigen in einem anderen Land teilt, sollte sich den dortigen Termin deshalb rechtzeitig notieren. So verpasst man den richtigen Tag nicht und kann Grüße oder ein kleines Paket passend planen.
Spannend ist, dass viele Länder den Tag unabhängig voneinander eingeführt haben und er sich trotzdem überall ähnlich anfühlt. Blumen, ein gemeinsames Essen und eine kleine Aufmerksamkeit finden sich fast überall, wo Muttertag gefeiert wird. Das zeigt, wie universell der Wunsch ist, der eigenen Mutter einmal im Jahr ausdrücklich zu danken.
Sprache der Blumen
Welche Blumen passen
Blumen sind das Muttertagsgeschenk schlechthin, und das nicht ohne Grund. Der Tag entstand in Deutschland auf Betreiben der Blumenhändler, und bis heute ist der Strauß für viele der selbstverständliche Ausdruck von Dank und Zuneigung.
Dahinter steckt eine alte Bildsprache. Rosen stehen für Liebe, Nelken galten lange als klassische Muttertagsblume, und Tulpen bringen im Mai die Leichtigkeit des Frühlings mit. Wichtiger als die Regel ist aber, was die eigene Mutter wirklich mag. Wer ihre Lieblingsfarbe oder ihre Lieblingsblume kennt, trifft damit sicherer als mit jedem Ratgeber.
Auch die Menge sagt etwas aus. Ein einzelner, sorgfältig gewählter Zweig kann mehr Wirkung haben als ein großer Strauß von der Tankstelle. Wer beim Floristen kauft, bekommt zudem frischere Ware und einen Rat, was in der Saison gerade schön ist. Gerade an einem stark nachgefragten Tag lohnt es sich, früh dran zu sein.
Wer statt eines Schnittstraußes etwas Bleibendes schenken möchte, greift zur Topfpflanze oder zu einem kleinen Rosenstock für den Garten. Der blüht Jahr für Jahr wieder auf und erinnert bei jeder Blüte an den Anlass.
Gemeinsam feiern
Den Tag mit Kindern gestalten
Für Kinder ist der Muttertag eine der ersten Gelegenheiten, selbst etwas zu schenken. Genau das macht ihn wertvoll. Eine gemalte Karte, ein Gedicht oder ein gebasteltes Herz haben einen Wert, den kein gekauftes Geschenk erreicht, weil die Mühe und die Zuneigung darin sichtbar sind.
Im Kindergarten und in der Grundschule wird oft schon in den Tagen davor gebastelt, gedichtet und geübt. Zu Hause lässt sich das gut fortführen, etwa mit einem gemeinsam vorbereiteten Frühstück oder einem kleinen Programm, das die Kinder sich ausdenken.
Eltern, die den Tag mit den Kindern gestalten, nehmen dabei ganz nebenbei den Druck heraus. Es geht nicht um Perfektion, sondern um einen Vormittag, an dem die Mutter im Mittelpunkt steht und die Familie etwas zusammen unternimmt.
Im Wandel der Zeit
Der Ehrentag in der heutigen Gesellschaft
Der Muttertag hat sich mit der Gesellschaft verändert. Das Bild der Familie ist vielfältiger geworden, und damit auch die Art, wie der Tag begangen wird. Alleinerziehende, Patchworkfamilien und Regenbogenfamilien feiern ihn genauso selbstverständlich wie die klassische Kleinfamilie.
Zugleich ist der Anlass digitaler geworden. Wer weit entfernt wohnt, schickt Grüße per Nachricht oder telefoniert per Video, und ein Blumengruß lässt sich heute online bestellen und direkt zustellen. Die Geste bleibt dieselbe, nur die Wege haben sich verkürzt.
Der Muttertag bietet außerdem einen guten Anlass, kurz innezuhalten. Im Alltag gerät die Arbeit, die Mütter tagtäglich leisten, leicht aus dem Blick. Ein Tag, der genau das würdigt, ist deshalb mehr als eine Höflichkeit. Er ist eine kleine Erinnerung daran, Anerkennung nicht nur zu denken, sondern auch auszusprechen.
Kritische Stimmen weisen zu Recht darauf hin, dass ein einzelner Tag im Jahr wenig ausrichtet, wenn Wertschätzung sonst fehlt. Das stimmt. Am schönsten wirkt der Muttertag deshalb dort, wo er kein Pflichttermin ist, sondern ein sichtbarer Moment in einem Miteinander, das ohnehin von Dankbarkeit getragen wird.
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