Ankertext und Kontext für verständliche Verweise nutzen

Ratgeber · Externe Verweise

Mit verständlichen Worten zum passenden Ziel führen

Ein Linktext sollte erkennen lassen, wohin ein Verweis führt. Zusammen mit dem umgebenden Absatz hilft er Lesern, die nächste Information und ihren Nutzen einzuordnen. Symbolbild

Orientierung

Die Erwartung vor dem Klick verständlich machen

Als Ankertext wird der sichtbare, anklickbare Text eines Verweises bezeichnet. Er kann aus einem Wort oder einer kurzen Wortgruppe bestehen. Seine wichtigste praktische Aufgabe ist Orientierung. Leser sollten ungefähr wissen, welche Information am Ziel folgt. Dabei muss der Text zum tatsächlichen Inhalt passen. Eine möglichst auffällige Formulierung hilft wenig, wenn sie eine andere Antwort verspricht als die verlinkte Seite liefert.

Symbolische Betrachtung verständlicher Verweise in einem digitalen Artikel
Symbolbild zur Informationsauswahl, kein tatsächliches Kundenprojekt.

Das Ziel mit wenigen passenden Worten beschreiben

Ein verständlicher Verweis benennt die Information, die weiterführt. In einem Ratgeber kann das beispielsweise eine Anleitung zur Vorbereitung eines Termins sein. Eine allgemeine Formulierung wie hier ist oft weniger eindeutig, wenn mehrere Links auf der Seite stehen. Der Linktext muss allerdings nicht den gesamten Inhalt der Zielseite zusammenfassen. Er soll die relevante nächste Information knapp beschreiben.

Welche Formulierung passt, ergibt sich aus dem Satz. Wird ein Unternehmen vorgestellt, kann sein Name ein sinnvolles Linkziel kennzeichnen. Wird ein Fachthema vertieft, kann eine beschreibende Wortgruppe hilfreicher sein. Es gibt deshalb keine einzelne Form, die für alle Situationen am besten geeignet ist. Entscheidend ist die Verbindung aus Aussage, Linktext und tatsächlicher Zielseite. Diese drei Bestandteile sollten gemeinsam gelesen und geprüft werden.

Die Erwartung vor dem Klick klären
Die Erwartung vor dem Klick klären.

Umgebenden Absatz und Verweis aufeinander abstimmen

Ein Link steht nicht losgelöst von seinem Umfeld. Der Absatz erklärt, weshalb die zusätzliche Information an dieser Stelle relevant ist. Wenn ein Verweis eine Quelle belegt, sollte er in der Nähe der betreffenden Aussage stehen. Wenn er ein weiterführendes Thema anbietet, sollte dieser Wechsel erkennbar sein. So wird die Funktion verständlich, ohne dass Leser den gesamten Zusammenhang selbst erraten müssen.

Eine Reihe unmittelbar aufeinanderfolgender Links kann die Orientierung erschweren, wenn nicht klar ist, worin sich ihre Ziele unterscheiden. Besser ist eine passende Einordnung in den jeweiligen Satz oder eine übersichtliche Auswahl mit verständlichen Bezeichnungen. Für die Grundsätze beschreibender Linktexte und ihres Zusammenhangs bietet Google eigene Empfehlungen zur Verlinkung. Eine konkrete Formulierung wird dennoch anhand des tatsächlichen Seiteninhalts gewählt.

Zusammenhang

Technische Funktion und redaktionelle Auswahl getrennt prüfen

Ein Link kann sprachlich gut formuliert sein und trotzdem auf das falsche Ziel führen. Umgekehrt kann eine technisch funktionierende Verbindung für Leser unverständlich bleiben. Die Prüfung muss deshalb beide Ebenen berücksichtigen. Das gilt für interne Verweise auf der eigenen Website ebenso wie für externe Veröffentlichungen, deren Gestaltung nicht vollständig in der eigenen Hand liegt.

Zieladresse und Verhalten der Verlinkung kontrollieren

Nach dem Einbau wird der Link tatsächlich geöffnet. Führt er zur angekündigten Information? Ist die Zielseite erreichbar? Gibt es eine Weiterleitung, deren Ziel nicht mehr zum Text passt? Solche Fragen lassen sich durch eine konkrete Kontrolle beantworten. Sie sollten auch bei späteren Änderungen an der Website berücksichtigt werden, damit hilfreiche Verweise nicht unbeabsichtigt ihre Funktion verlieren.

Bei der technischen Umsetzung sollten reguläre, nutzbare Links verwendet werden. Ein lediglich wie ein Link gestalteter Text kann für Besucher und technische Verarbeitung anders funktionieren als erwartet. Zusätzlich ist die Bedienung auf kleinen Bildschirmen zu beachten. Sind anklickbare Bereiche erkennbar und ausreichend voneinander getrennt? Die Prüfung betrachtet das tatsächliche Verhalten und nicht nur die gewünschte Darstellung im Entwurf.

Ein geöffneter Planer liegt neben Notizkarten, einem Taschenrechner und einem Smartphone
Symbolbild – Beobachtungen und nächste Aufgaben werden in einer übersichtlichen Planung festgehalten.

Unabhängige Linktexte nicht durch feste Quoten ersetzen

Andere Websitebetreiber formulieren ihre Verweise nach ihren eigenen redaktionellen Anforderungen. Sie verwenden möglicherweise einen Firmennamen, den Titel einer Seite oder eine passende Beschreibung. Diese Unterschiede ergeben sich aus dem jeweiligen Kontext. Eine feste prozentuale Mischung bestimmter Linktextarten ist deshalb kein Ersatz für die Betrachtung einzelner Veröffentlichungen und ihrer Entstehung.

Ebenso lässt sich aus einer wiederholten Formulierung allein keine sichere Aussage über Manipulation ableiten. Ein Unternehmensname kann beispielsweise in mehreren sachlich passenden Vorstellungen vorkommen. Entscheidend ist der Zusammenhang. Umgekehrt macht eine künstlich veränderte Formulierung einen bezahlten oder manipulativen Link nicht unabhängig. Die Frage, wie ein Verweis entstanden ist und welchem Zweck er dient, bleibt von seiner sprachlichen Variante getrennt.

Umsetzung

Bestehende Links im Zusammenhang überarbeiten

Bei einer Überarbeitung sollte zuerst geklärt werden, welche Verweise tatsächlich unverständlich oder fehlerhaft sind. Ein pauschaler Austausch aller Linktexte kann neue Probleme erzeugen, wenn vorhandene Zusammenhänge verloren gehen. Eine gezielte Prüfung betrachtet den Satz, den Absatz und die Zielseite gemeinsam. Daraus wird die passende Korrektur abgeleitet.

Verständlichkeit verbessern und den ursprünglichen Sinn erhalten

Auf der eigenen Website können unklare Linktexte gezielt präzisiert werden. Dabei bleibt wichtig, dass der Satz natürlich lesbar ist und die verlinkte Information korrekt beschreibt. Ein langer Suchbegriff sollte nicht nur deshalb eingefügt werden, weil er in einem Werkzeug als interessant erscheint. Die Formulierung muss zum Text und zur Aufgabe der Seite passen.

Bei externen Veröffentlichungen ist zu beachten, wer über Änderungen entscheidet. Eine Redaktion kann einen begründeten Hinweis berücksichtigen, muss aber nicht jede gewünschte Formulierung übernehmen. Wenn eine Zieladresse falsch ist, lässt sich der konkrete Fehler beschreiben. Wenn nur eine andere Wortwahl gewünscht wird, sollte der Nutzen für Leser erklärt werden. Eine Änderung ist erst dann als umgesetzt zu betrachten, wenn die veröffentlichte Fassung tatsächlich geprüft wurde.

Laptop, Smartphone und Planungskarten auf einem Schreibtisch
Symbolbild zur Marketingplanung, keine Aufnahme eines Kundenprojekts.

Leistung, Kennzeichnung und Auswertung auseinanderhalten

Bei bezahlten Platzierungen betrifft die Bewertung mehr als die Wortwahl. Die Beziehung zur verlinkten Seite muss technisch entsprechend eingeordnet werden. Ein beschreibender Linktext ersetzt diese Behandlung nicht. Ebenso sollte eine Werbeleistung nicht als unabhängige Empfehlung dargestellt werden. Die grundlegenden Unterschiede erläutert unser Ratgeber zu Risiken beim Linkkauf.

Auch der Aufwand für eine Überarbeitung wird konkret vereinbart. Eine Website mit fünf Unterseiten enthält nicht automatisch die Prüfung zahlreicher externer Beiträge oder die laufende Abstimmung mit deren Betreibern. Für zusätzliche Aufgaben werden Umfang und Zuständigkeiten festgehalten. Eine bessere Verständlichkeit lässt sich am Text prüfen. Eine bestimmte Google-Position folgt daraus nicht automatisch. Weitere Kriterien zur Einordnung finden Sie im Beitrag über die Qualität von Backlinks.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Linktexten

Muss ein Linktext immer das wichtigste Suchwort enthalten?

Nein. Er sollte das tatsächliche Ziel im jeweiligen Zusammenhang verständlich beschreiben. Eine erzwungene Formulierung kann den Satz unnatürlich machen oder eine falsche Erwartung wecken.

Ist der Firmenname als Linktext ungeeignet?

Nein. Bei einer Unternehmensvorstellung kann er gut passen. Bei einer weiterführenden Fachinformation kann eine genauere Beschreibung des Themas hilfreicher sein.

Gibt es eine feste ideale Mischung verschiedener Formulierungen?

Eine pauschale Quote ersetzt keine redaktionelle Prüfung. Entscheidend sind der konkrete Zusammenhang, die Entstehung des Verweises und die passende Beschreibung seiner Zielseite.

Reicht eine Änderung des Textes bei einem defekten Link?

Nein. Die Zieladresse und ihre Erreichbarkeit müssen ebenfalls geprüft werden. Eine verständliche Beschriftung behebt keine falsche oder nicht mehr vorhandene Zielseite.

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Kontakt

Verweise auf Ihrer Website verständlich gestalten

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