Dofollow vs. Nofollow: der Unterschied erklärt

Ratgeber · Verlinkungen verstehen

Den Anlass und das Ziel des Verweises prüfen

Beurteilen Sie eine Verlinkung nach ihrem Anlass, ihrer Kennzeichnung und dem passenden Ziel. Symbolbild

Grundlage

Den Link und seine Kennzeichnung auseinanderhalten

Ein Verweis verbindet eine bestimmte Stelle mit einer anderen Adresse. Für Menschen ist zunächst wichtig, was dort angeboten wird und ob der Klick zur erwarteten Information führt. Die technische Kennzeichnung beschreibt zusätzlich eine Beziehung zwischen den beteiligten Seiten. Diese beiden Ebenen sollten gemeinsam betrachtet werden. Wer nur nach dem Wort Dofollow sucht, übersieht leicht, ob eine Empfehlung überhaupt zum eigenen Angebot und zur angesprochenen Zielgruppe passt.

Eine Person prüft einen allgemeinen gedruckten Beitrag an einem Laptop
Symbolbild zur redaktionellen Prüfung eines Beitrags.

Was mit einem gewöhnlichen Verweis gemeint ist

Dofollow ist die gebräuchliche Bezeichnung für einen normalen Link ohne entsprechende Einschränkung. Ein eigenes Attribut dieses Namens ist dafür nicht erforderlich. Google erklärt die verschiedenen Kennzeichnungen in seiner Dokumentation zu ausgehenden Links. Für die praktische Beurteilung zählt zunächst, welche Zieladresse und welche gegebenenfalls vorhandenen Angaben zum Link tatsächlich ausgeliefert werden. Ein bestimmtes Wort im Verkaufsgespräch ersetzt diese Prüfung nicht.

Stellen Sie sich einen Werkzeughändler vor, dessen Produktübersicht von einem unabhängigen Fachbeitrag verlinkt wird. Der Beitrag erklärt, für welche Arbeiten eine bestimmte Werkzeugart geeignet ist. Der Leser erwartet am Ziel passende Produktinformationen und nachvollziehbare Auswahlhilfen. Ob der Verweis diese Erwartung erfüllt, lässt sich direkt untersuchen. Dazu muss weder ein Wert für die gesamte Domain geschätzt noch eine bestimmte Position in den Suchergebnissen vorausgesagt werden.

Auch der konkrete Ort des Verweises ist zu beachten. Vielleicht steht er in einem erklärenden Absatz, vielleicht in einer Liste weiterführender Informationen. Lesen Sie die Passage und öffnen Sie das Ziel. So erkennen Sie, ob eine sachliche Verbindung besteht. Eine bloße Erwähnung des Firmennamens ist etwas anderes als ein anklickbarer Link. Eine anklickbare Adresse wiederum kann auf eine andere Unterseite führen als ursprünglich angekündigt. Dokumentieren Sie diese Unterschiede, bevor Sie daraus eine Empfehlung ableiten.

Verschiedene Ebenen auseinanderhalten
Verschiedene Ebenen auseinanderhalten.

Nofollow als Hinweis korrekt einordnen

Nofollow ist kein verlässlicher Schalter, der jede Entdeckung oder Indexierung der Zielseite verhindert. Google behandelt die Linkkennzeichnungen als Hinweise und kann eine Adresse über andere Wege finden. Die Erläuterung zum Hinweis-Modell beschreibt diese Einordnung. Daraus folgt jedoch keine öffentlich bekannte Formel, mit der sich für einen einzelnen Link ein geringerer oder höherer Rankingwert berechnen ließe.

Für Ihre Entscheidung ist deshalb die pauschale Gleichsetzung „Nofollow ist wertlos“ ungeeignet. Ein solcher Verweis kann Menschen zu einer hilfreichen Information führen. Ob daraus ein Gespräch, ein Auftrag oder eine weitere Empfehlung entsteht, hängt vom tatsächlichen Ablauf ab. Diese Ergebnisse müssen jeweils gesondert beobachtet werden. Die Kennzeichnung allein bestätigt keines davon. Umgekehrt macht ein gewöhnlicher Link eine ungeeignete Zielseite nicht automatisch nützlich für die angesprochenen Leser.

Einordnung

Den Zweck der Veröffentlichung vor die Kennzahl stellen

Eine redaktionelle Quellenangabe, eine bezahlte Platzierung und ein Nutzerkommentar entstehen unter unterschiedlichen Bedingungen. Vor der technischen Bewertung sollte deshalb feststehen, weshalb der Verweis existiert. Diese Frage hilft auch bei der Planung eigener Veröffentlichungen. Ein Unternehmen kann einen fachlichen Beitrag anbieten oder eine Werbefläche buchen. Es sollte aber wissen, welche Leistung vereinbart wird und wer über Inhalt, Veröffentlichung und Kennzeichnung entscheidet.

Redaktionelle Empfehlungen und Werbung unterscheiden

Bei einem Fachbeitrag entscheidet die verantwortliche Redaktion, welche Quellen zur Erklärung passen. Sie kann eine vorgeschlagene Adresse aufnehmen, eine andere wählen oder auf eine Verlinkung verzichten. Bei einer gebuchten Veröffentlichung müssen dagegen die vereinbarten Leistungen und Bedingungen klar sein. Dazu gehören beispielsweise der Inhalt, der Veröffentlichungsort, die Laufzeit und die Abstimmung. Eine Rechnung für eine Platzierung ist kein Beleg dafür, dass eine unabhängige Empfehlung entstanden ist.

Ein mögliches Beispiel ist ein regionaler Veranstaltungsbericht. Der Veranstalter verlinkt auf die Anmeldung, damit Interessenten die Teilnahmebedingungen finden. Für die Zielseite ist nun wichtig, dass Termin, Voraussetzungen und Anmeldung stimmen. Eine andere Situation wäre ein bezahlter Hinweis auf einen Dienstleister innerhalb desselben Portals. Hier sollte der Auftrag genau benennen, was veröffentlicht wird. Beide Fälle können reale Besucher erreichen, müssen aber nach ihrem jeweiligen Anlass beurteilt werden.

Die Seite zu Dofollow-Links und ihrem Einsatz ordnet das Thema in die Arbeit an Ihrer Website ein. Die Beauftragung sollte sich auf überprüfbare Aufgaben beziehen. Eine verabredete Recherche oder eine technische Korrektur lässt sich abnehmen. Welche Suchposition später entsteht, lässt sich aus dem Etikett Dofollow nicht als verbindliches Ergebnis ableiten. Diese Trennung gehört vor Beginn der Arbeit in die gemeinsame Abstimmung.

Gedruckte Beitragsentwürfe mit Korrekturmarkierungen liegen neben einem als Anzeige gekennzeichneten Beispiel
Symbolbild – Ein Beispielbeitrag wird redaktionell geprüft und hinsichtlich seiner Kennzeichnung betrachtet.

Reichweite und Geschäftsergebnis getrennt prüfen

Eine Veröffentlichung kann Menschen erreichen, die sich informieren möchten, ohne bereits eine Beauftragung zu planen. Andere Besucher suchen gezielt nach einer bestimmten Leistung. Deshalb genügt eine Besuchszahl nicht, um den geschäftlichen Nutzen zu bewerten. Prüfen Sie, welche Erwartung die Quelle weckt und ob Ihr Angebot dazu passt. Die Zielseite sollte auch notwendige Voraussetzungen und Grenzen nennen, damit Interessenten ihre Situation richtig einordnen können.

Angenommen, eine Anleitung richtet sich an Menschen, die eine Arbeit selbst ausführen möchten. Ein verlinkter Betrieb bietet ausschließlich die vollständige Durchführung an. Die Verlinkung kann thematisch nahe liegen und trotzdem an vielen Lesern vorbeigehen. Eine passende Erklärung auf der Zielseite kann diese Grenze sichtbar machen. Daraus entsteht eine bessere Orientierung. Ob die Veröffentlichung geeignete Anfragen bringt, muss der Betrieb anhand tatsächlich eingegangener Kontakte beurteilen und darf es nicht aus dem Linktyp schließen.

Umsetzung

Den bestehenden Verweis nachvollziehbar untersuchen

Eine brauchbare Prüfung beginnt bei der konkreten Quelladresse und endet beim tatsächlich geöffneten Inhalt. Halten Sie den untersuchten Zeitpunkt fest. Fremde Seiten können sich ändern, Verweise können entfernt oder anders gekennzeichnet werden. Ein alter Screenshot belegt nur den damaligen sichtbaren Zustand. Er reicht nicht aus, um den gegenwärtigen Link oder seine technische Ausführung abschließend zu beschreiben.

Sichtbaren Inhalt und ausgeliefertes HTML vergleichen

Öffnen Sie zunächst den Verweis wie ein normaler Besucher. Prüfen Sie die Adresse, mögliche Weiterleitungen und den Inhalt am Ziel. Danach kann die technische Untersuchung folgen. Hier wird festgehalten, welches Linkelement vorhanden ist und welche Angaben es enthält. Ein Text im Editor und die öffentlich ausgelieferte Fassung können sich unterscheiden, etwa wenn ein Plugin eine Kennzeichnung ergänzt. Maßgeblich für die Prüfung ist deshalb die tatsächlich veröffentlichte Seite.

Für eine Übergabe nennen Sie Quelle, Absatz und Zieladresse. Beschreiben Sie, ob ein sichtbarer Fehler, eine unklare Kennzeichnung oder ein unpassender Inhalt untersucht werden soll. Diese Angaben machen die Aufgabe überprüfbar und vermeiden Änderungen am falschen Problem.

Die Analyse eines Linkprofils betrachtet mehrere solcher Befunde gemeinsam. Dabei sollte weiterhin erkennbar bleiben, welche Verweise direkt geprüft und welche nur aus einem Bericht übernommen wurden. Eine große Exportdatei ist kein Ersatz für diese Unterscheidung. Falls eine wichtige Quelle nicht erreichbar ist, wird der aktuelle Zustand als ungeklärt dokumentiert. Eine fehlende Beobachtung wird nicht als bestätigte Entfernung ausgegeben.

Eine Lupe und eine Schnur verbinden gedruckte schematische Webseiten
Symbolbild – Ein Verweis und die verbundenen Seiten werden im Zusammenhang untersucht.

Eine passende Aufgabe statt einer festen Quote ableiten

Legen Sie keine pauschale Mischung aus Linkkennzeichnungen als Erfolgskriterium fest. Die relevanten Entscheidungen entstehen aus den tatsächlichen Veröffentlichungen und deren Anlass. Ein Forum, ein Fachportal und ein Verbandsverzeichnis haben unterschiedliche Funktionen. Ein einheitliches Verhältnis würde diese Unterschiede ausblenden. Auch eine Veränderung der Anzahl sagt für sich allein nicht, ob ein Besucher jetzt leichter die richtige Information findet oder ob die vereinbarte Arbeit abgeschlossen ist.

Ein sinnvoller nächster Schritt kann die Reparatur einer Zieladresse sein, eine verständlichere Leistungsbeschreibung oder die Abstimmung mit einem Verlag. Diese Arbeiten haben unterschiedliche Zuständigkeiten und Aufwände. Zusätzliche Beiträge, Veröffentlichungen und laufende Prüfungen werden gesondert vereinbart. Eine Website mit fünf vereinbarten Unterseiten enthält nicht automatisch unbegrenzt weitere Inhalte oder dauerhafte Betreuung. Ein klarer Umfang schafft für beide Seiten eine überprüfbare Grundlage.

Für eine Besprechung können Sie zwei konkrete Fälle nebeneinander dokumentieren. Notieren Sie jeweils Anlass, Quelle, Ziel und offene Frage. So wird sichtbar, weshalb derselbe technische Wert zu unterschiedlichen Aufgaben führen kann. Die Auswahl bleibt am Angebot orientiert und wird nicht nach einer gewünschten Quote getroffen.

Gut zu wissen

Häufige Fragen

Brauche ich ein besonderes Dofollow-Attribut?

Für einen gewöhnlichen Link ist keine eigene Kennzeichnung dieses Namens erforderlich. Bei der Untersuchung sollten die tatsächliche Zieladresse und vorhandene Linkangaben betrachtet werden. Eine Beschreibung in einem Angebot genügt dafür nicht.

Ist ein Nofollow-Link für Besucher eingeschränkt?

Die Kennzeichnung ändert für sich genommen nicht den angekündigten Inhalt am Ziel. Prüfen Sie den tatsächlichen Klickweg. Entscheidend ist, ob die verlinkte Information erreichbar ist und zur Erwartung der Leser passt.

Soll ich einen Verlag um eine andere Kennzeichnung bitten?

Klären Sie zunächst den Anlass der Veröffentlichung. Der Betreiber entscheidet über seine Seite und muss passende Bedingungen berücksichtigen. Eine Änderung allein zur Erfüllung einer gewünschten Kennzahl ist keine ausreichend begründete Aufgabe.

Kann ich aus dem Linktyp spätere Anfragen berechnen?

Nein. Geeignete Kontakte hängen unter anderem von Publikum, Angebot und Zielseite ab. Prüfen Sie tatsächliche Ergebnisse und benennen Sie die Grenzen Ihrer Erfassung. Aus einer technischen Kennzeichnung entsteht keine belastbare Umsatzprognose.

Weiterlesen

Kontakt

Lassen Sie uns über Ihre Auffindbarkeit und Website sprechen

Sie möchten eine Veröffentlichung oder einen bestehenden Verweis einordnen? Über den Kontakt besprechen wir die konkrete Ausgangslage und vereinbaren die passende Prüfung für Ihre Website.