Advertorials und Backlinks richtig einordnen
Ratgeber · Advertorial
Lesernutzen und bezahlte Verweise auseinanderhalten
Ein Link aus einem Advertorial kann Leser zu weiterführenden Informationen führen. Für eine sinnvolle Planung müssen Sie den bezahlten Hintergrund, die Zielseite und die tatsächlich vereinbarte Veröffentlichung getrennt betrachten. Symbolbild
Grundlage
Die Aufgabe des Links zuerst klären
Ein Backlink ist ein Verweis von einer anderen Website auf eine Seite Ihres Auftritts. In einem Advertorial kann dieser Link einen konkreten nächsten Schritt ermöglichen. Leser öffnen eine Leistungsbeschreibung, sehen weitere Informationen oder nehmen Kontakt auf. Beschreiben Sie diese Aufgabe, bevor Sie über die Anzahl der Links sprechen. Ein Beitrag mit mehreren Verweisen ist nicht automatisch hilfreicher als ein Beitrag mit einem gut gewählten Ziel. Entscheidend ist zunächst, ob der Übergang inhaltlich passt.

Den bezahlten Hintergrund transparent behandeln
Bei einer gebuchten Veröffentlichung gehört die Verlinkung zum wirtschaftlichen Zusammenhang des Beitrags. Sie sollte deshalb nicht als unabhängige Empfehlung dargestellt werden. Die werbliche Herkunft des Advertorials muss für Leser verständlich bleiben. Dazu gehört eine mit dem Medium abgestimmte sichtbare Kennzeichnung. Diese Frage betrifft den Beitrag als Veröffentlichung. Der Ratgeber zur Advertorial-Kennzeichnung beschreibt die dafür erforderlichen Abstimmungen näher und unterscheidet sie von der technischen Linkbehandlung.
Für Google sollen bezahlte Verbindungen technisch gekennzeichnet werden. In der Dokumentation zu ausgehenden Links empfiehlt Google dafür rel=“sponsored“. Auch rel=“nofollow“ bleibt ebenfalls zulässig. Das ist ein Merkmal des Links im HTML und kein sichtbarer Hinweis für Leser. Prüfen Sie daher beide Ebenen getrennt. Eine Anzeigenkennzeichnung ersetzt das Linkattribut nicht, und ein Linkattribut ersetzt keine erkennbare Einordnung der Werbung auf der Seite.
Eine passende Zielseite statt eines beliebigen Verweises wählen
Der Linktext sollte erklären, welche Information nach dem Anklicken folgt. Wenn ein Beitrag die Vorbereitung einer Beratung beschreibt, kann eine Seite mit Ablauf und benötigten Unterlagen sinnvoll sein. Eine allgemeine Startseite ist dafür nicht immer das beste Ziel. Kontrollieren Sie, ob die angesprochene Leistung dort tatsächlich zu finden ist. Auch der regionale oder fachliche Umfang sollte mit dem Beitrag übereinstimmen. Eine interessante Veröffentlichung hilft wenig, wenn anschließend ein ganz anderes Angebot erscheint.
Planen Sie die Zielseite vor der Veröffentlichung ein. Ist sie erreichbar, aktuell und auf dem Handy verständlich? Gibt es einen passenden Kontaktweg? Stimmen Telefonnummer und Leistungsbeschreibung? Falls die Zielseite erst erstellt oder überarbeitet werden muss, gehört diese Aufgabe in den vereinbarten Umfang. Zusätzliche Seiten sind keine automatische Nebenleistung einer Anzeigenbuchung. Halten Sie fest, wer die Zieladresse freigibt und wer bei späteren Änderungen dafür sorgt, dass der Verweis weiterhin sinnvoll funktioniert.
Einordnung
Kennzahlen und erwartete Wirkung auseinanderhalten
Angebote für Advertorials nennen häufig Reichweiten oder Kennzahlen zu Domains. Solche Angaben können Fragen für die weitere Prüfung liefern, ersetzen aber nicht die Betrachtung des konkreten Beitrags. Lassen Sie sich jeweils erklären, was gemessen wurde und worauf sich die Zahl bezieht. Ein Wert für eine gesamte Website ist nicht dasselbe wie die Nutzung einer einzelnen Artikelseite. Auch eine angekündigte Veröffentlichung und eine tatsächlich sichtbare Platzierung sind unterschiedliche Sachverhalte.
Domain Rating als Anbieterkennzahl verstehen
Domain Rating ist eine Kennzahl von Ahrefs zur relativen Stärke eines Linkprofils. Sie ist keine von Google vergebene Bewertung. Ahrefs weist selbst darauf hin, dass Domain Rating nicht als Google-Rankingfaktor verwendet wird. Aus einem hohen Wert lässt sich deshalb weder eine bestimmte Suchposition noch die Wirkung eines einzelnen gekauften Links ableiten. Eine Werbeaussage wie „starke Domain“ benötigt eine genauere Einordnung.
Fragen Sie bei einem Kennzahlenvergleich nach Quelle und Erhebungszeitpunkt. Prüfen Sie anschließend unabhängig davon das Umfeld. Welche Themen werden veröffentlicht, wie sind Artikel auffindbar und welche Bedingungen gelten für die Platzierung? Eine Kennzahl beantwortet diese Fragen nicht. Sie belegt auch keine redaktionelle Empfehlung für Ihr Unternehmen. Wenn ein Angebot vor allem einen hohen Wert verspricht, fehlen möglicherweise noch die Informationen, die Sie zur Beurteilung der eigentlichen Werbeleistung brauchen.

Besuche und Rankings getrennt bewerten
Ein Leser kann einem Link folgen und dadurch Ihre Website besuchen. Ob daraus eine passende Anfrage entsteht, hängt unter anderem vom Interesse, vom Angebot und vom weiteren Kontaktweg ab. Diese Schritte sollten in der Auswertung getrennt bleiben. Aufrufe des Advertorials, Klicks auf einen Link und neue Anfragen sind unterschiedliche Beobachtungen. Ein Bericht sollte jeweils den Zeitraum und die verfügbare Datengrundlage nennen, statt aus einer einzigen Zahl einen umfassenden Erfolg abzuleiten.
Ein bezahlter Link ist keine Zusage besserer Suchpositionen. Google beschreibt Verlinkungen, die vorrangig der Manipulation von Rankings dienen, in seinen Spamrichtlinien. Die Planung sollte deshalb auf dem tatsächlichen Informations- und Werbezweck beruhen. Auch eine Veröffentlichung auf einem bekannten Medium garantiert keine bestimmte Auffindbarkeit des Beitrags. Besprechen Sie Erwartungen konkret und lassen Sie sich nicht allein durch die Bezeichnung „SEO-Link“ oder eine vermeintlich sichere Übertragung von Domainstärke überzeugen.
Prüfung
Vereinbarung und Veröffentlichung nachvollziehbar prüfen
Ein brauchbares Angebot beschreibt, was geliefert und wie die Lieferung überprüft wird. Dazu gehören die vorgesehene Veröffentlichung, der Inhalt, die Zieladresse und gegebenenfalls eine vereinbarte Laufzeit. Zusätzliche Verbreitung sollte als eigener Bestandteil erkennbar sein. Eine Erwähnung in einem Newsletter oder die Verlinkung von einer Themenübersicht ist nicht dasselbe wie eine lediglich erreichbare Artikelseite. Halten Sie diese Unterschiede fest, damit die Beteiligten vom gleichen Leistungsumfang ausgehen.
Vor der Buchung konkrete Angaben verlangen
Klären Sie, ob das Veröffentlichungsangebot tatsächlich verfügbar und vom jeweiligen Medium bestätigt ist. Fragen Sie nach Zuständigkeiten für Textfreigabe, Bilder und Korrekturen. Auch die Anzahl der enthaltenen Überarbeitungen kann relevant sein. Bei zeitlich begrenzten Angeboten sollte deutlich werden, was nach Ablauf geschieht. Bleibt die Adresse bestehen, wird der Beitrag entfernt oder ist eine Verlängerung erforderlich? Solche Bedingungen gehören zur Entscheidung und sollten nicht erst nach der Veröffentlichung geklärt werden.
Besprechen Sie außerdem, welche Auswertungen verfügbar sind und welche Aussagen daraus möglich werden. Nicht jedes Medium stellt dieselben Informationen bereit. Eine versprochene Gesamtzahl von Websitebesuchern ersetzt keinen Bericht zur konkreten Platzierung. Ein sachlicher Vergleich berücksichtigt deshalb Inhalt, Publikum, Verbreitung, Laufzeit und Betreuung gemeinsam. Der Ratgeber zu Reichweite und Platzierung unterstützt diese Einordnung. Preise werden anhand des tatsächlich vereinbarten Umfangs bewertet, nicht anhand einer pauschalen Rankingzusage.

Nach Veröffentlichung den gesamten Weg kontrollieren
Öffnen Sie die veröffentlichte Adresse und prüfen Sie die freigegebene Fassung. Sind die Aussagen korrekt, Bilder passend und Werbehinweise erkennbar? Führt der Link direkt zur vorgesehenen Zielseite? Die technische Linkkennzeichnung lässt sich zusätzlich im HTML kontrollieren. Prüfen Sie die Darstellung auf verschiedenen Bildschirmgrößen und dokumentieren Sie festgestellte Abweichungen. Eine Bestätigung, dass der Beitrag veröffentlicht sei, ersetzt diese Kontrolle der tatsächlichen Seite nicht.
Behalten Sie später Änderungen am eigenen Angebot im Blick. Wird eine Leistung eingestellt oder eine Zielseite ersetzt, kann auch der Verweis im Advertorial angepasst werden müssen. Vereinbaren Sie, wer solche Änderungen meldet und bearbeitet. Ein einmaliger Veröffentlichungsauftrag umfasst nicht automatisch dauerhafte Überwachung oder beliebig viele neue Inhalte. Auf der Advertorial-Leistungsseite erklären wir den übergeordneten Rahmen. WEBJOKER stimmt mit Ihnen ab, welche Inhalte, Platzierungen und Kontrollen zu Ihrer konkreten Aufgabe gehören.
Gut zu wissen
Häufige Fragen
Ist ein bezahlter Backlink automatisch eine Empfehlung?
Nein. Der Link steht im Zusammenhang mit einer gebuchten Veröffentlichung. Er sollte nicht als unabhängiges Urteil des Mediums über Ihr Unternehmen dargestellt werden. Für Leser muss der werbliche Charakter nachvollziehbar bleiben.
Kann ein Link mit sponsored trotzdem Besucher bringen?
Ja. Das Attribut kennzeichnet den Zusammenhang für Suchmaschinen. Der Link kann für Leser weiterhin anklickbar sein. Ob Menschen ihn nutzen und anschließend Kontakt aufnehmen, ist eine andere Frage und sollte gesondert betrachtet werden.
Garantiert ein hoher Domain-Rating-Wert bessere Rankings?
Nein. Der Wert stammt von Ahrefs und ist keine Google-Bewertung. Er belegt weder die Reichweite Ihres einzelnen Beitrags noch eine bestimmte Wirkung auf die Suchposition Ihrer Website. Prüfen Sie die konkrete Leistung und das passende Umfeld.
Was sollte bei der Abnahme geprüft werden?
Kontrollieren Sie die veröffentlichte Fassung, sichtbare Werbehinweise, Zieladresse und vereinbarte Linkattribute. Vergleichen Sie außerdem Laufzeit und zusätzliche Verbreitung mit dem Auftrag. Dokumentieren Sie Abweichungen und den zuständigen Ansprechpartner für Korrekturen.
Kontakt
Lassen Sie uns über Ihre Auffindbarkeit und Website sprechen
Sie möchten eine externe Veröffentlichung und die passende Zielseite sinnvoll aufeinander abstimmen? Beschreiben Sie uns Ihr Angebot und die geplante Platzierung. Gemeinsam klären wir Inhalte, Umfang und nachvollziehbare Prüfschritte.
