Typische SEO-Fehler erkennen und gezielt vermeiden

Ratgeber · Ganzheitliche SEO

Konkrete Hindernisse finden und sauber beheben

Unklare Inhalte, unterbrochene Kontaktwege und unbegründete Maßnahmen lassen sich konkret untersuchen. Beginnen Sie bei den wichtigen Seiten und prüfen Sie Korrekturen im tatsächlichen Ablauf. Symbolbild

Grundlage

Inhalte nach ihrer Aufgabe statt nach ihrer Menge beurteilen

Eine Website wird nicht allein dadurch hilfreicher, dass mehr Seiten veröffentlicht werden. Entscheidend ist, welche Fragen sie beantwortet und ob ihre Angaben zum tatsächlichen Angebot passen. Probleme entstehen beispielsweise, wenn mehrere Texte dieselbe allgemeine Aussage wiederholen oder wichtige Voraussetzungen fehlen. Die Prüfung sollte deshalb bei der Aufgabe jeder Seite beginnen. Eine feste Wortzahl ersetzt diese inhaltliche Betrachtung nicht.

Website-Entwürfe auf Laptop, Smartphone und Papier werden gemeinsam betrachtet
Symbolbild zur Website-Prüfung, keine Aufnahme eines Kundenprojekts.

Fehlende Antworten und unbelegte Aussagen erkennen

Lesen Sie eine wichtige Leistungsseite aus Sicht eines neuen Interessenten. Wird deutlich, was angeboten wird, für wen die Leistung gedacht ist und wie der nächste Schritt aussieht? Prüfen Sie auch, ob Einschränkungen oder notwendige Vorbereitungen verständlich erklärt werden. Fehlen diese Informationen, kann eine gezielte Ergänzung sinnvoller sein als ein weiterer allgemeiner Ratgeber. Die Aufgabe besteht darin, eine konkrete Frage zu beantworten.

Achten Sie zugleich auf Aussagen, für die eine Grundlage benötigt wird. Eigene Projektergebnisse, Kundenzahlen und besondere Erfahrungen dürfen nicht aus einer überzeugenden Formulierung abgeleitet werden. Auch ein Symbolbild zeigt kein tatsächlich durchgeführtes Kundenprojekt. Wenn eine Aussage nicht belegt werden kann, muss sie geklärt, eingegrenzt oder entfernt werden. Ein fachlich zurückhaltender, verständlicher Text ist hilfreicher als eine genaue Zahl ohne nachvollziehbare Herkunft.

Inhalte nach ihrer Aufgabe prüfen
Inhalte nach ihrer Aufgabe prüfen.

Ähnliche Seiten und regionale Angaben bewusst abgrenzen

Vergleichen Sie Seiten, die ähnliche Angebote beschreiben. Haben sie unterschiedliche Aufgaben, oder unterscheiden sich nur Überschrift und einzelne Begriffe? Eine eigene Seite sollte einen nachvollziehbaren zusätzlichen Informationsbedarf beantworten. Andernfalls kann eine Zusammenführung oder Ergänzung des bestehenden Inhalts sinnvoll sein. Prüfen Sie dabei auch vorhandene Verlinkungen, damit Leser weiterhin zum passenden Ziel gelangen.

Bei regionalen Inhalten zählt der tatsächliche Bezug zum Angebot. Erfundene Standorte oder Erfahrungen vor Ort sind keine geeignete Grundlage. Auch die bloße Wiederholung desselben Textes mit verschiedenen Ortsnamen beantwortet noch keine neue Frage. Klären Sie zuerst, welche Informationen für die jeweilige Region tatsächlich vorliegen und welchen Zweck eine zusätzliche Seite erfüllt. Weitere Hinweise zur Themenauswahl bietet unser Ratgeber zur Content-Strategie.

Einordnung

Technische Hindernisse am tatsächlichen Nutzerweg untersuchen

Eine Seite kann auf den ersten Blick ordentlich aussehen und trotzdem einen wichtigen Ablauf unterbrechen. Ein Kontaktlink führt möglicherweise zum falschen Ziel, eine Schaltfläche wird auf dem Smartphone verdeckt oder ein Formular bestätigt die Übermittlung nicht verständlich. Solche Probleme werden durch eine reine Textprüfung nicht erkannt. Deshalb sollte der vorgesehene Weg auf der veröffentlichten Website praktisch durchgespielt werden.

Wichtige Seiten, Links und Kontaktwege kontrollieren

Beginnen Sie mit einem nachvollziehbaren Einstieg, etwa der Navigation zur wichtigsten Leistung. Öffnen Sie die Seite und folgen Sie dem vorgesehenen Kontaktweg. Prüfen Sie, ob die Verbindungen erreichbar sind und zum angekündigten Ziel führen. Ein interner Link mit einem verständlichen Text hilft nur dann, wenn auch seine Zielseite passt. Bei einer umbenannten oder verschobenen Seite müssen bestehende Verbindungen berücksichtigt werden.

Formulare benötigen eine eigene Funktionskontrolle. Es reicht nicht, dass Eingabefelder sichtbar sind. Der Ablauf sollte einschließlich Rückmeldung und vorgesehenem Eingang geprüft werden. Verwenden Sie dafür klar gekennzeichnete Testdaten und einen abgestimmten Testweg. Halten Sie fest, was tatsächlich kontrolliert wurde. Eine erfolgreiche Anzeige im Browser belegt beispielsweise nicht automatisch, dass eine Nachricht beim richtigen Empfänger angekommen ist.

Hände ordnen neutrale Themenkarten neben einem Laptop
Symbolbild zur Planung von Inhalten, keine Kundenreferenz.

Mobile Darstellung und technische Befunde auseinanderhalten

Öffnen Sie wichtige Seiten auf einem schmalen Bildschirm. Sind Überschriften lesbar, Bilder vollständig verständlich und Schaltflächen erreichbar? Achten Sie auf Texte, die seitlich aus dem Bildschirm laufen, sowie auf Elemente, die Inhalte dauerhaft verdecken. Auch eine erklärende Grafik braucht auf dem Smartphone ausreichend große Beschriftungen. Eine verkleinerte Desktopgrafik ist nicht automatisch eine gut lesbare mobile Darstellung.

Davon getrennt werden technische Fragen zur Erfassung durch Suchmaschinen untersucht. Ob eine Seite erreichbar ist, ob ihre Aufnahme in Suchergebnisse eingeschränkt wurde und ob sie bereits erfasst ist, sind unterschiedliche Fragen. Einstellungen sollten erst nach einer konkreten Diagnose verändert werden. Ein allgemeiner Werkzeughinweis genügt dafür nicht immer. Unser Beitrag zum technischen SEO erläutert, wie solche Prüfungen eingeordnet werden können.

Vorgehen

Maßnahmen mit nachvollziehbaren Befunden und Grenzen verbinden

Ein weiterer Fehler besteht darin, eine Maßnahme allein wegen eines allgemeinen Versprechens zu beauftragen. Mehr Links, mehr Texte oder ein höherer Werkzeugwert beantworten noch nicht, welches Problem der eigenen Website gelöst werden soll. Vor der Umsetzung sollten deshalb Anlass, erwartbares Arbeitsergebnis und Kontrolle klar sein. So bleibt die Entscheidung mit dem konkreten Vorhaben verbunden.

Kennzahlen und externe Verweise nicht überbewerten

Fragen Sie bei einer Kennzahl, was sie tatsächlich beschreibt und aus welchem Werkzeug sie stammt. Ein Wert für ein Linkprofil ist kein vollständiges Urteil über die Qualität einer Website. Ebenso belegt eine bessere Position für einen ausgewählten Begriff noch keine zusätzliche passende Anfrage. Die Grenze der Aussage sollte im Bericht sichtbar bleiben, damit aus einer Beobachtung kein unbegründetes Erfolgsversprechen wird.

Externe Verweise werden ebenfalls im Zusammenhang betrachtet. Öffnen Sie die Quelle und prüfen Sie, weshalb der Link zum angegebenen Ziel führt. Ist die Verbindung verständlich und ist die Zielseite tatsächlich hilfreich? Klären Sie außerdem die Bedingungen einer Veröffentlichung, statt nur die Anzahl der Links zu betrachten. Eine genauere Einordnung verschiedener Verweise bietet unser Ratgeber zur Qualität von Backlinks.

Zwei Personen prüfen einen gedruckten Beitragsentwurf neben einem Laptop
Symbolbild – Ein Beitragsentwurf wird gemeinsam mit den vereinbarten Anforderungen abgeglichen.

Korrekturen dokumentieren und zusätzliche Arbeiten abstimmen

Halten Sie vor einer Änderung fest, welches Problem vorliegt und wie die Korrektur kontrolliert werden soll. Nach der Umsetzung wird derselbe Ablauf erneut geprüft. Bei einem falschen Link ist das Ergebnis unmittelbar nachvollziehbar. Eine spätere Veränderung in Suchergebnissen muss dagegen gesondert beobachtet werden. Diese Trennung verhindert, dass eine erledigte Aufgabe mit einer noch nicht belegten Wirkung gleichgesetzt wird.

Auch der vereinbarte Umfang gehört zur Kontrolle. Eine Website mit fünf Unterseiten umfasst nicht automatisch zusätzliche Ortsseiten, fortlaufende Ratgeber oder laufende Auswertungen. Erweiterungen werden nach Bedarf und Aufwand gesondert besprochen. Das gilt ebenso für wiederkehrende technische Prüfungen. Eine klare Aufgabenliste macht sichtbar, was bereits erledigt ist und welche Arbeiten noch fehlen. Hinweise zur Organisation finden Sie im Beitrag zur laufenden Betreuung.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zur Prüfung Ihrer Website

Muss jede kurze Seite erweitert werden?

Nein. Entscheidend ist, ob sie ihre Aufgabe verständlich und vollständig erfüllt. Eine kurze Kontaktinformation braucht einen anderen Umfang als eine ausführliche Anleitung. Zusätzlicher Text sollte fehlende Informationen ergänzen und nicht lediglich eine vorgegebene Länge erreichen.

Ist eine neue Seite immer besser als eine Ergänzung?

Nein. Prüfen Sie zuerst, ob der Informationsbedarf auf einer bestehenden Seite sinnvoll beantwortet werden kann. Eine zusätzliche Seite benötigt eine eigene Aufgabe. Ähnliche Inhalte sollten bewusst voneinander abgegrenzt und passend verlinkt werden.

Kann ein Werkzeug die vollständige Prüfung übernehmen?

Werkzeuge können Hinweise liefern und bestimmte technische Befunde erfassen. Die Bedeutung für Ihr Angebot, die fachliche Richtigkeit von Aussagen und den tatsächlichen Kontaktweg müssen Sie zusätzlich betrachten. Ein Punktestand allein ist keine vollständige Abnahme.

Womit sollte die Überarbeitung beginnen?

Beginnen Sie bei wichtigen Seiten und konkreten Hindernissen. Erfassen Sie den Befund, die vorgesehene Korrektur und den Kontrollweg. Danach lassen sich Aufgaben sinnvoll ordnen. Nicht jede allgemeine Empfehlung muss sofort auf Ihre Website übertragen werden.

Weiterlesen

Kontakt

Konkrete Hindernisse gemeinsam angehen

Sie möchten Ihre Website verständlicher und zuverlässiger nutzbar machen? Wir besprechen die wichtigen Seiten, vorhandene Befunde und einen klar abgegrenzten Umfang für die nächsten Arbeiten.