Wie Ahrefs das Domain Rating berechnet und Veränderungen entstehen

Ratgeber · Domain Rating

Das Verweisnetz hinter einer Zahl nachvollziehen

Verstehen Sie das Verweisnetz hinter dem Domain Rating und prüfen Sie Veränderungen anhand nachvollziehbarer Angaben. Symbolbild

Grundlage

Die Berechnung als Modell eines Verweisnetzes verstehen

Eine Website steht im Internet nicht für sich allein. Andere Seiten können auf sie verweisen und damit Verbindungen zwischen verschiedenen Angeboten herstellen. Analysewerkzeuge erfassen solche Verbindungen und verdichten sie zu Kennzahlen. Beim Domain Rating ist entscheidend, dieses Modell von der tatsächlichen Nutzung Ihrer Website zu unterscheiden. Die Berechnung liefert einen bestimmten Blick auf das Netz, keine vollständige Beschreibung Ihres Geschäftserfolgs.

Navyfarbene Bausteine mit orangefarbenen Verbindungen neben einer Lupe
Symbolbild eines Verweisnetzes, keine Darstellung tatsächlicher Messdaten.

Verweisende Domains und einzelne Links auseinanderhalten

Eine verweisende Domain kann mehrere Links zu Ihrer Website enthalten. In einer Bestandsaufnahme sollten deshalb die Zahl der einzelnen Verweise und die Zahl der unterschiedlichen Quelldomains getrennt stehen. Eine häufig wiederholte Verlinkung und viele verschiedene Quellen beschreiben unterschiedliche Strukturen. Allein aus einer großen Linkzahl lässt sich noch nicht ablesen, wie vielfältig das Umfeld einer Website ist.

Für eine nachvollziehbare Prüfung können Sie die Quellen zunächst gruppieren. Welche Verweise stammen von derselben Domain? Welche Zielseiten werden genannt? Handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag, einen Eintrag oder eine wiederkehrende Verlinkung? Diese Fragen erklären den erfassten Bestand. Sie liefern noch keine feste Punktzahl für jeden Link. Lassen Sie deshalb die Quellenübersicht neben der zusammengefassten Kennzahl stehen, statt beides gleichzusetzen.

Links und Domains getrennt erfassen
Links und Domains getrennt erfassen.

Die Verbindungen der Quellen mit berücksichtigen

Nach der Beschreibung von Ahrefs hängt die Berechnung nicht nur von der Stärke verweisender Domains ab. Auch deren Verbindungen zu weiteren Domains spielen eine Rolle. Die Quelle wird also innerhalb eines Netzes betrachtet. Aus ihrem DR-Wert allein lässt sich nicht zuverlässig ableiten, um wie viele Punkte sich der Wert Ihrer Domain durch einen bestimmten Link verändern würde.

Ein Angebot mit einer festen Rechnung nach dem Muster „ein Link ergibt einen Punkt“ wäre deshalb keine nachvollziehbare Erklärung dieses Modells. Fragen Sie stattdessen nach der konkreten Quelle, dem vorgesehenen Inhalt und den Veröffentlichungsbedingungen. Diese Angaben lassen sich prüfen und vereinbaren. Die spätere Kennzahl ist davon zu unterscheiden. Eine Einführung in den Gegenstand der Messung bietet unser Beitrag Domain Rating verständlich erklärt.

Einordnung

Veränderungen im zeitlichen Zusammenhang untersuchen

Ein einzelner Unterschied zwischen zwei Bildschirmfotos ist noch keine Erklärung. Für eine Untersuchung benötigen Sie den zeitlichen Verlauf und möglichst dieselben Einstellungen. Legen Sie fest, welcher Anfangs- und Endstand verglichen wird. Anschließend können Sie prüfen, ob sich die erfassten Quellen oder deren Eigenschaften verändert haben und welche Fragen dabei offenbleiben.

Den Bestand und die Erreichbarkeit der Quellen kontrollieren

Ahrefs nennt verlorene Verweise und Änderungen an verweisenden Domains als mögliche Gründe für einen sinkenden Wert. Auch Änderungen bestimmter Linkattribute können für das Modell relevant sein. Daraus folgt für die Untersuchung zunächst eine einfache Aufgabe. Prüfen Sie, welche Quellen im Bericht hinzugekommen oder weggefallen sind und welche davon aktuell erreichbar sind.

Ein als verloren gemeldeter Verweis sollte nicht ohne weitere Prüfung als absichtliche Entfernung beschrieben werden. Öffnen Sie die Quellseite und suchen Sie den betreffenden Abschnitt. Ist die Seite nicht erreichbar, halten Sie auch das als Beobachtung fest. Notieren Sie das Datum und unterscheiden Sie den Bericht des Werkzeugs von Ihrer eigenen Kontrolle. So können Sie später erklären, welche Angaben tatsächlich überprüft wurden und welche nur aus der Auswertung übernommen sind.

Ein Laptop zeigt ein schematisches Suchfeld mit mehreren Ergebnisflächen
Symbolbild – Die Erreichbarkeit und der Inhalt einer Quelle lassen sich am tatsächlichen Such- und Klickweg prüfen.

Den relativen Charakter des Werts beachten

Der DR-Wert ist relativ zu den anderen Domains in der Datenbank. Ahrefs erläutert deshalb, dass sich ein Wert auch ändern kann, wenn die untersuchte Website selbst keine Verweise verloren hat. Entwicklungen im übrigen Datenbestand können die Einordnung beeinflussen. Ein Rückgang beweist somit nicht automatisch, dass eine bestimmte Arbeit an Ihrer Website fehlgeschlagen ist.

Für Ihre Besprechung sollten solche Möglichkeiten ausdrücklich getrennt bleiben. Es kann einen überprüfbaren Verlust geben, es kann Veränderungen an Quellen geben oder es fehlen ausreichende Angaben für eine eindeutige Erklärung. Eine saubere Auswertung benennt diese Unsicherheit. Sie ersetzt sie nicht durch eine möglichst überzeugend klingende Geschichte. Die Anbieterinformationen finden Sie in der Erklärung möglicher DR-Rückgänge.

Vorgehen

Aus technischen Angaben eine überprüfbare Arbeitsgrundlage machen

Nicht jede Veränderung rechtfertigt sofort neue Veröffentlichungen oder weitere Inhalte. Zunächst sollte geklärt sein, welches Problem tatsächlich vorliegt. Eine sinnvolle Arbeitsgrundlage verbindet den Bericht mit konkreten Quellen, dokumentierten Beobachtungen und einer verständlichen Empfehlung. Dadurch bleibt nachvollziehbar, weshalb eine Aufgabe vorgeschlagen wird und woran ihre Umsetzung später zu erkennen ist.

Beobachtungen ohne unbelegte Ursache dokumentieren

Ein kurzer Prüfvermerk kann die untersuchte Domain, das Datum, den verwendeten Bericht und die geprüften Beispiele enthalten. Ergänzen Sie, welche Informationen fehlen. Wenn mehrere Änderungen gleichzeitig stattgefunden haben, sollten sie nicht automatisch einer einzigen Maßnahme zugeschrieben werden. Ein zeitlicher Zusammenhang kann eine weitere Untersuchung begründen, reicht aber für sich allein nicht als Beweis einer Ursache.

Für einen Betrieb ist diese Trennung besonders hilfreich, wenn mehrere Personen an der Website arbeiten. Neue Inhalte, Änderungen am Angebot und externe Veröffentlichungen lassen sich dann mit Datum erfassen. Bei der späteren Besprechung müssen Beteiligte nicht aus dem Gedächtnis rekonstruieren, was umgesetzt wurde. Ein solcher Verlauf erleichtert die Zusammenarbeit, auch wenn sich die Kennzahl nicht wie erwartet verändert oder zunächst keine eindeutige Entwicklung zeigt.

Eine Person vergleicht zwei ausgedruckte Textvorlagen an einem Schreibtisch
Symbolbild – Unterlagen werden miteinander verglichen, bevor ein nachvollziehbarer Prüfstand dokumentiert wird.

Eine konkrete Aufgabe statt eines Punktestands beauftragen

Eine vereinbarte Leistung sollte beschreiben, was untersucht, erstellt oder korrigiert wird. Dazu können die Prüfung ausgewählter Verweise, eine verständliche Zielseite oder ein abgestimmter Fachbeitrag gehören. Welche Aufgabe für Ihren Fall sinnvoll ist, ergibt sich aus dem Befund. Ein pauschaler Zielwert allein sagt dagegen wenig darüber aus, welche Arbeit tatsächlich Bestandteil des Auftrags sein soll.

Halten Sie deshalb den Umfang und die erforderlichen Rückmeldungen schriftlich fest. Zusätzliche Seiten, regionale Inhalte oder fortlaufende Auswertungen brauchen eine entsprechende Vereinbarung. Eine Website mit fünf Unterseiten umfasst nicht automatisch unbegrenzt weitere Veröffentlichungen. Auch ein steigender DR-Wert ersetzt keine Prüfung, ob die beauftragten Arbeiten erledigt wurden. Den Zusammenhang zwischen Kennzahl und Ergebnissen erklärt unser Ratgeber zu Domain Rating und Sichtbarkeit.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zur Berechnung

Erhöht jeder neue Link den Wert um einen festen Betrag?

Nein. Aus einem einzelnen Link lässt sich keine feste Punktzahl ableiten. Die Berechnung berücksichtigt das Verweisnetz. Für die Bewertung einer Veröffentlichung sollten daher die konkrete Quelle, der Inhalt und die Bedingungen betrachtet werden.

Kann der Wert ohne verlorene Links sinken?

Ja. Ahrefs beschreibt den Wert als relative Kennzahl. Entwicklungen anderer Domains können seine Einordnung verändern. Ein Rückgang sollte deshalb untersucht und nicht automatisch als Verlust eigener Verweise dargestellt werden.

Berechnet Google das Domain Rating ebenfalls?

Domain Rating ist die Kennzahl von Ahrefs. Die Beschreibung dieses Modells ist keine Erklärung einer Google-Rankingformel. Aussagen über Suchergebnisse müssen anhand geeigneter Informationen gesondert geprüft werden.

Wie sollte ich zwei Messungen vergleichen?

Dokumentieren Sie Anbieter, Domain, Untersuchungsumfang und Datum. Prüfen Sie anschließend die auffälligen Quellen. So bleibt sichtbar, welche Veränderungen tatsächlich belegt sind und für welche noch Informationen fehlen.

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Veränderungen Ihres Linkprofils nachvollziehbar prüfen

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